In der Küche wird gelebt, nicht nur gerüstet, gewogen, gewürzt, gekocht, gebraten und gekostet. Meist wird hier auch gegessen. Besonders wohnlich sind Wohnküchen, wie wir sie aus amerikanischen Filmen oder aus toskanischen Häusern kennen: Geräumig, quadratisch, mit einem grossen Tisch in der Mitte, an dem die Kinder ihre Schulaufgaben machen und die Familie sich zu allen Mahlzeiten trifft. Der Baustil hat sich hierzulande positiv entwickelt. Die Küche war früher ein notwendiges Übel oder galt gar geringschätzig als Reich der Haushalthilfe. Auch wenn bei uns der Typus Wohnküche mit dem Tisch in der Mitte selten ist, so gilt die Küche in ihrer modernsten Form längst als Mittelpunkts hat der Familie. Hier schlägt das Herz des Hauses.

Kaum eine Wohnung und kein Haus wird mehr mit einer geschlossenen Küche gebaut. Eine schöne Küche dürfen nun alle sehen. Sie geht nahtlos in den Essraum über und gewährleistet Gemütlichkeit. Üblich ist eine Insel als Raumteiler, die zum Zurüsten dient, aber auch als Bar oder Essplatz für den Zvieri der Kinder nach der Schule.Meist besteht die Insel aus Granit, aus dem auch die Umgebung des Herdes geschnitten wird. Besonders schön sind dunkle Granitvariationen mit winzigen, lebendigen Mustern. Wer keinen wuchtigen Dampfabzug mitten im Raum wünscht, wird das Abwaschbecken in die insel integrieren und den Herd an die Wand zwischen Schränken platzieren. Üblich sind heute Induktionskochfelder, die erst Hitze abgeben, wenn eine Pfanne mit Inhalt darauf steht, dann aber ganz rasant.
 

Hochglanz in strahlenden Farben

Beim Kauf einer Küche wird auf Nachhaltigkeit geachtet. Apparate müssen eine erstklassige Energiebilanz aufweisen, und die Reinigung ist ein wichtiger Faktor. Chromstahl ist aus einer Küche nicht wegzudenken. Dank moderner Puzmittel ist er pflegeleicht geworden. Die Oberflächen der Schränke werden nur noch selten aus Holz in schönen, warmen Farbtönen gearbeitet. Es gibt sie aus pflegeleichtem Kunststoff, matt oder in Hochglanz, von Eierschale bis Rubinrot. Sie machen aus einer technologisch hochstehenden Produktionsstätte ein Schmuckstück. Selbstreinigende Backöfen und Steamer für die zeitgemässe Ernährung werden auf Augenhöhe eingebaut. Überraschend wirkt unter dem Spülbecken eine Vorrichtung für den Abfallsack, die auf Kniedruck heraus- und wieder hineinfährt. Meist gibt es beidseits des Herds Mehrfachsteckdosen für allerlei Geräte wie den Stabmixer und genügend grosse Abstellflächen für die Espressomaschine und den Wasserkocher. Die eingebauten Kühlschränke sind riesig, oft raumhoch, energetisch umweltfreundlich und praktisch eingeteilt. Entweder gibt es zuunterst hinter einer separaten Tür einige Schubladen für Tiefgefrorenes, oder eine Seite dient als Gefrierschrank. In diesem Fall befindet sich in dieser Tür oft eine Eismaschine, zum Entzücken aller Kinder und ihrer Väter.
 

Gemeinsam kochen – gemeinsam geniessen

Nicht nur Frauen frönen der Kochkunst. Männer haben sich zu begnadeten Köchen entwickelt, die Kochen kreativ, entspannend und spannend finden. Sie legen Wert auf ein Regal in Griffnähe, das ihre zahlreichen Kochbücher bereit hält. Es herrscht beste Stimmung, wenn gemeinsam gerüstet und gekocht wird, während die Familie und die Freunde es sich bequem machen und beim Zuschauen gleich den Apéro genehmigen. Ist die Küche gross genug, enthält sie sogar einen kleinen Klimaschrank für Weinflaschen.

Hochklassige Küchen gelten als Statussymbole. Vor allem aber sind sie ein Treffpunkt – für alle Sinne, für die Bewohner, für alle, die das Essen nicht erst dann schätzen, wenn es wie von Geisterhand auf den Tisch gestellt wird. Auch die Herstellung der Speisen befriedigt alle Sinne. Gewürze, Gemüse und Früchte aus aller Herren Länder, die heute umweltneutral hierzulande wachsen, regen den Appetit an, noch bevor sie verarbeitet sind. Die Küche bietet die richtige Bühne für das bunte Schauspiel des Kochens.