Die Schweiz ist für Einbrecherbanden generell ein beliebtes Ziel. Alle acht Minuten brechen irgendwo Langfinger in eine Wohnung oder in ein Haus ein – ein besorgniserregender europäischer Spitzenwert. Die Zahl der Einbrüche in Zürich und im Baselbiet ist bis zum ersten Halbjahr 2013 weiter angestiegen. Gemäss polizeilicher Kriminalstatistik haben Einbruchdiebstähle in der Stadt Zürich um 40,8 Prozent zugenommen. Zudem kommt es nach einem Einbruch laut Statistik Stadt Zürich im Umkreis von 400 Meter in den folgenden sieben Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 65 Prozent zu weiteren Einbrüchen. Grund genug zu handeln.

Die Gewohnheiten der Einbrecher

Einbrecher suchen immer den Weg des geringsten Widerstands. Sie wuchten beispielsweise Fenster und Sitzplatztüren im Erdgeschoss auf oder klettern auf leicht erreichbare Balkone, Terrassen und Dächer. Auch über Kellertüren und -fenster verschaffen sie sich oft Eintritt. Das Ganze geschieht in der Regel ruhig und schnell und dauert 10 bis 30 Sekunden. Einbrecher nutzen häufig unsere Fahrlässigkeit aus, indem sie unsere eigenen vier Wände durch unverschlossene Türen betreten oder über offene Fenster in die Wohnung einsteigen. Die Gefahr gefasst zu werden, ist gering. Mehr als die Hälfte der Täter stammen aus dem Ausland und halten sich nur kurz in der Schweiz auf. Zudem stösst die Polizei während ihrer Ermittlungen bei den verfahrensrechtlichen Möglichkeiten an Grenzen.

Durch technische Schutzmassnahmen Einbrüche verhindern

Für die Opfer ist jeder Einbruch ein traumatisierendes Erlebnis: Das Eindringen in ihr Heim ist nicht nur ein Eingriff in die tiefste Privatsphäre, sondern auch ein herber Schlag gegen das eigene Sicherheitsgefühl. Damit es nicht so weit kommt, muss man dem Einbrecher seine Zeit stehlen. Für die Täter muss es schnell gehen. Daher gilt: Je effektiver man den Einbruch erschwert, umso besser ist man vor Langfingern geschützt. Die Wohnung oder das Haus sollten mechanisch und elektronisch so geschützt sein, dass Einbrecher kaum Chancen haben, überhaupt einzudringen. Empfehlenswert ist eine kompetente Beratung einschliesslich einer umfassenden Gebäudeanalyse. Geprüfte Produkte von hoher Qualität sowie Lösungen für die jeweilige Sicherheitsproblematik und eine fachgerechte Montage sind das A und O für den bestmöglichen Schutz des eigenen Lebensraums.

Eigenes Verhalten

Videoüberwachung, robuste Schlösser mit bis zu sechs Schliessriegeln und Bewegungsmelder können Diebe abschrecken – aber auch wir selber können viel für die eigene Sicherheit tun. Damit Einbrecher unser Zuhause gar nicht erst ins Visier nehmen, sind auch aufmerksame und aktive Anwohner gefordert. Dies gilt vor allem bei Ferien- oder Wochenend-Abwesenheit. Durch ein waches Auge, sporadisches Briefkastenleeren und Licht einschalten in Ihrer Abwesenheit können Ihre Nachbarn schon viel bewirken. Und Achtung: Hinterlegen Sie keine Nachricht auf Ihrem Telefonbeantworter über die Dauer Ihrer Abwesenheit. Auch Facebook- Nutzern wird geraten, ihre Abwesenheit nicht bekanntzugeben.