So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben können. Dieser Wunsch vieler älterer Menschen ist dank Smart-Living-Technologien ein grosses Stück näher gerückt. Funktionen wie ein integriertes Notruf-System oder die Möglichkeit, mit einem einzigen Schalter sämtliche Geräte in der ganzen Wohnung auszuschalten, können einen massiven Mehrwert im Alltag bieten und den Anwohnern wie auch deren Angehörigen ein Stück mehr Sicherheit geben.

Das Ziel der Bonacasa-Wohnungen in Utzenstorf (BE), die ab August dieses Jahres bezugsbereit sind, ist nicht «Betreutes Wohnen», sondern «Wohnen mit Services». Teil des Konzepts ist deshalb eine Rund-um-die-Uhr-Service-Hotline, die auf Wunsch die Wohnungsreinigung, den Wäscheservice oder den Mahlzeitendienst organisiert, aber auch Handwerker oder Taxis bestellt.

 

Ein Knopf für jede Stimmung

In dem von Bonacasa realisierten Bauprojekt wurde das Haussteuerungssystem ABB-free@home installiert. Mit diesem lassen sich die Beleuchtung steuern, Storen und Markisen rauf- und runterfahren, die Raumtemperatur oder die Heizung ganz einfach vom Smartphone, Tablet oder dem in die Wand eingebauten Bildschirm aus regulieren.

Das ist nicht nur sehr komfortabel, sondern spart auch Geld. So kann etwa im System festgelegt werden, dass die Heizung automatisch ausgeschaltet wird, sobald die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist. Oder aber die Storen werden vom System raufgefahren, um ein kühles Zimmer durch Sonnenlicht zu erwärmen.
All diese Anwendungen lassen sich auch aus der Ferne steuern.

Per Videoübertragung auf den Handy-Bildschirm lässt sich zudem der Eingangsbereich überwachen. So kann man selbst vom Büro aus mit einem Klick die Haustüre öffnen, sobald auf dem Display das Gesicht der Reinigungskraft identifiziert ist. Einmal zuhause angekommen, ist es im Übrigen nicht mehr nötig, unzählige Schalter zu drücken. Mit nur einem Tastendruck – der sogenannten Welcome-Funktion – werden sämtliche vordefinierten Beleuchtungs- und Storenkonfigurationen aktiviert.

Das Pendant dazu ist die Goodbye-Funktion. Die Angst vor Bügeleisen, die beim Verlassen der Wohnung noch in Betrieb sind oder energiefressendes Standby von Elektrogeräten gehören damit der Vergangenheit an.

Selbst Backofen, Herd und Steckdosen können auf Wunsch in diese Funktion integriert werden. Mit den verschiedenen Stimmungseinstellungen lässt sich zudem das perfekte Setting für jede Tageszeit voreinstellen und ebenfalls mit einem Tastendruck abrufen.


Wer verreist, kann zudem die smarte Ferienabwesenheitsfunktion nutzen, die den Tagesablauf der vorhergehenden sieben Tage reproduziert. Vorbei sind die Zeiten der Zeitschaltuhr, durch die jeweils punkt sieben Uhr abends stets im selben Raum das Licht anging. Dank der Wiedergabe eines realen Tagesablaufs ist von aussen kaum zu erkennen, dass sich niemand in der Wohnung befindet.  

 

Nicht nur für Technikaffine  

Einer der grossen Vorteile ist die Skalierbarkeit des Systems. «Abhängig vom Bewohner, können bestimmte Funktionen hinzugefügt oder weggelassen werden», erklärt Martin Vontobel, Produktmanager ABB-free@home. Dies ermöglicht es etwa jüngeren Bewohnern, ihre Investitionen eher im Bereich Komfort zu tätigen, während Senioren unter Umständen etwas mehr in die Sicherheit investieren möchten.


Insbesondere für die weniger technikaffinen Bewohner relevant: Smart Living bedeutet nicht zwangsläufig digitale Steuerung. «Obwohl die Kontroll-App sehr bedienerfreundlich aufgebaut ist, ziehen ältere Menschen teils die bewährten physischen Schalter vor. Auch das ist kein Problem», so Vontobel weiter. Physische Taster an der Wand, in verschiedenen Ausführungen und Farben sowie mit unterschiedlichen Symbolen ergänzen die virtuellen Buttons. Das Smart Home lässt sich somit auf Wunsch ganz traditionell per Taster steuern.

 

Sicher dank intelligentem Notruf-System

Ein gewichtiger Pluspunkt insbesondere für ältere Bewohner dürfte das ausgeklügelte Notrufsystem sein. Mittels eines Notruf-Tasters am Handgelenk, eines Alarmschalters in jedem Zimmer oder per Gegensprechanlage im Haussteuerungssystem kann im Notfall umgehend die Notrufzentrale verständigt werden.

Mit Auslösen des Alarms bekommt diese Zugriff auf die Haussteuerung und kann mit einer Fernschaltung der Lichter signalisieren, dass der Notruf eingegangen und Hilfe auf dem Weg ist. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gezielt Räume mit Lautsprechern und Mikrofonen auszustatten, um so eine direkte Kommunikation mit der Notfallzentrale zu ermöglichen.

«Natürlich bedeutet
Smart Living ein grosses Plus
an Komfort, doch es bedeutet eben
auch mehr Sicherheit im Alltag und
effizientere Hilfe im Ernstfall. »


Damit sich die Helfer zudem möglichst schnell Zugang zu der notleidenden Person verschaffen können und nicht wertvolle Minuten damit vergeuden, Polizei und Feuerwehr aufzubieten, um die Wohnungstür aufzubrechen, gibt das System bei einem Notruf automatisch einen Code frei, der es den Notärzten erlaubt, auf den Schlüsseltresor der Bonacasa-Siedlung zuzugreifen.

«Natürlich bedeutet Smart Living ein grosses Plus an Komfort, doch es bedeutet eben auch mehr Sicherheit im Alltag und effizientere Hilfe im Ernstfall», so Produktmanager Martin Vontobel.