Gartenoase, die das ganze Jahr über grünt und blüht? Egal ob Wohlfühlort, naturverbundenes Wohnen oder einfach helle Wohnraumerweiterung: Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, die für einen Wintergarten sprechen. «Heutzutage geht der Trend vermehrt hin zur klassischen Gartenhalle mit mindestens ein bis zwei festen Mauern. Dies lässt das Raumgefühl angenehmer erscheinen als ein komplett durchsichtiger Glaspalast», sagt Ueli Leuthold, Landschaftsarchitekt HTL/BSLA, Geschäftsführer Leuthold Gärten AG in Zürich. Zudem lassen die Möblierungsmöglichkeiten mehr Gestaltungsfreiraum. Laut Ueli Leuthold seien die Dächer vermehrt geschlossen und teilweise sogar begrünt. «Dies wirkt sich wiederum ausgleichend auf die Raumtemperatur aus.» Ungebrochen ist der Trend zu möglichst feinen Profilen.

Viele Bambusse sind gut geeignet
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man denn vor allem die klimatischen Bedingungen im Winterhalbjahr bedenken. Wie ist der Wintergarten temperiert? «Ein absoluter Wintergartenliebling ist der Bambus. ­Dies sicherlich auch mit dem Hintergrund, dass er relativ pflegeleicht ist», so Leuthold. Möchten man mit Bambus einen Wintergarten schmücken, sollte man vor allem im Winter auf ausreichende Luftfeuchtigkeit, achten. Daneben erfreuen sich auch immergrüne Kletterpflanzen wie Ficus pumila grosser Beliebtheit bei Wintergartenbesitzern. «Ein Flachwasserbecken mit Zypergras erzielt ebenfalls einen hübschen Effekt. Ebenso eignen sich alte kleinwüchsige Solitärgehölze mit dicken Stämmen sowie Obstspaliere zur Gestaltung des Wintergartens.»

Viele Gestaltungsmöglichkeiten
So sind der Wintergartengestaltung kaum Grenzen gesetzt. «Gestaltungsmöglichkeiten gibt es fast unbeschränkt. Wer es einfach und kostengünstig möchte, liegt mit einem Systembau richtig. In jedem Fall müssen aber Funktionen wie Belüftung, Schattierung und Wasserdichtigkeit beachtet werden.» Der Verzicht auf eine Raumheizung ermöglicht wiederum filigranere Strukturen, da keine Wärmedämmvorschriften zu beachten sind.