Welches Konzept steckt hinter dem iHomeLab in Luzern?

Am iHomeLab Research Center erforschen rund 30 Mitarbeiter mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft innovative Technologien und Lösungen für smarte Zweck- und Wohnbauten. Im iHomeLab Visitor Center erleben die Besucher, was heute und in Zukunft mit intelligenter Gebäudetechnik möglich ist.

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen?

Ein wichtiger Einsatzbereich ist Ambient Assisted Living – also Technik zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen im Alltag. Die Menschen werden immer älter und leben immer öfter alleine.

Wie kann Technik diesen Menschen helfen?

Ein Sturz kann beispielsweise durch Sensoren erkannt werden und falls Hilfe benötigt wird, kann der virtuelle Butler Angehörige, den Arzt oder Rettungsdienst informieren. Ein weiteres Beispiel: Senioren können anstelle von Whatsapp über intelligente vernetzte Gegenstände unkompliziert mit ihren Angehörigen kommunizieren.

Wie sieht es dabei mit dem Schutz der Privatsphäre aus?

Hier gelten genau die gleichen Sicherheitsanforderungen wie beim e-Banking: Sensible Daten werden verschlüsselt und nur bei Einverständnis des Benutzers selektiv an den Adressaten übermittelt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt am iHomelab ist die smarte Energieeffizienz. Was versteht man darunter?

Durch smarte Technik kann zusätzlich Energie gespart werden, ohne dass der Komfort darunter leidet. Der virtuelle Butler kennt ja die Bedürfnisse der Benutzer und kann durch clevere Steuerung und Automation Energie und damit Kosten sparen oder auch die Bewohner auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam machen.

Wer selbst erleben möchte, was intelligente Gebäudetechnik bringt, kann die Forschungsergebnisse des iHomeLab bei einer Führung kennenlernen.

Nähere Infos gibt es auf der Website der Hochschule Luzern.

 

Technik-Trends aus dem iHomelab der Hochschule Luzern

Sicherheit

Die App «Dalia» hilft älteren Menschen bei der Suche nach verlorenen Gegenständen wie Schlüsseln oder Brillen, aber auch bei der Medikamenteneinnahme. Eine Unterstützung für Pflegekräfte ist ebenfalls integriert.

Komfort

Der Würfel «Relaxed Care» sorgt für die ständige Verbindung zwischen Senioren und Angehörigen. Sensoren in der Wohnung erkennen Veränderungen im Lebensrhythmus. Ist alles im Normalbereich, schimmert der Würfel grün. Weicht der Rhythmus auffällig ab, wechselt die Farbe. Eine Smartphone-App macht die Funktion auch ausserhalb der Wohnung nutzbar.

Energieeffizienz

Die Steckdosenleiste «iKnowWatt» erkennt alle angeschlossenen Gerätetypen und deren Stromverbrauch. Im Zusammenspiel mit den Tarifinformationen aus dem Smartgrid können damit die Stromkosten optimiert werden