Ist das Wort «Informationssicherheit» nicht schon ein Widerspruch in sich, da wir kaum noch Kontrolle über unsere Daten ausüben?

Es ist tatsächlich der gegenwärtige Gesellschaftstrend: die Leute verteilen ihre Daten recht frivol. Es scheint auch eine gewisse Resignation dahinterzustecken: oft sind wir aufgefordert, unsere Daten anzugeben, bevor wir eine Dienstleistung in Anspruch nehmen können.

Was sind momentan die sicherheitsrelevanten Entwicklungen des Informationsmanagements? 

Da nicht alle Angriffe abwendbar sind, wird auch in Detektion und Reaktion investiert. Man muss auch in der Lage sein, überhaupt festzustellen, dass ein Angriff stattgefunden hat.

Man hört verstärkt von Hacker-Angriffen – sind Hacker der Sicherheitstechnologie einen Schritt voraus?

Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Der Böse versucht, ein Loch zu finden – ich hingegen muss sämtliche Löcher beschützen. Das Spiel ist fast nicht zu gewinnen. Dass wir von mehr Angriffen hören, liegt sicher auch daran, dass es mehr Angriffsziele als vor zehn Jahren gibt.

Was sind die sicherheitsrelevanten Entwicklungen? 

Da nicht alle Angriffe abwendbar sind, wird auch in Detektion und Reaktion investiert. Man muss in der Lage sein, einen Angriff überhaupt festzustellen. Zu denken gibt die Grösse der Unternehmen, auf die publikumswirksam Angriffe ausgeführt werden. 

Die Produzenten von IoT setzen sich noch zu wenig mit kriminellen Angriffen auseinander, wie das Beispiel der gehackten Baby-Cams gezeigt hat.

Was kommt auf die Privatperson in Sachen Sicherheit noch zu?

Es kommen viele IoT-Geräte auf den Markt, die alle mit dem Computer vernetzt werden können. Wenn ein Computer eingebaut ist, kann er auch gehackt werden. Hersteller wie Käufer tragen dem Sicherheitsgedanken zu wenig Rechnung, da die Geräte möglichst billig sein sollen. Die Produzenten von IoT setzen sich noch zu wenig mit kriminellen Angriffen auseinander, wie das Beispiel der gehackten Baby-Cams gezeigt hat.

Wird sich die biometrische Zugangskontrolle im Privatbereich durchsetzen?

Sie wird den herkömmlichen Schlüssel ablösen. Auf jeden Fall ist ein Fingerabdruck besser als ein Passwort, das man vergisst oder das gehackt werden kann.