Job Daams
Präsident Fachgruppe Innenbeleuchtung SLG

Besonders zur Herbst- und Winterzeit spielt eine gelungene Beleuchtung eine wichtige Rolle. Denn die richtige Beleuchtung schafft eine Wohlfühlatmosphäre und gibt den Räumen einen persönlichen Touch. «Es gibt sehr viele Möglichkeiten für die individuelle Lichtgestaltung. Ganz allgemein spielen Art des Wohnobjektes, Energie-Effizienz und Budget eine wesentliche Rolle», erklärt Job Daams, Vorsitzender Fachgruppe Innenbeleuchtung der Schweizerische Lichtgesellschaft SLG.

Jede Tätigkeit braucht anderes Licht
«Bevor man zur Tat schreitet, sollte man sich fragen, wie man sich seine Einrichtung vorstellt. Wichtig ist in jedem Fall, dass man auf eine gute Lichtqualität achtet», rät Daams. Daneben sollte man sich die Frage stellen, welche Art der Tätigkeit im jeweiligen Raum vorgesehen ist. Insbesondere, wenn gefährliche Arbeiten im Raum ausgeführt werden, sollte der Beleuchtung eine hohe Bedeutung beigemessen werden. So muss ein besonders gutes Licht an den Ort, wo etwa mit scharfen Messern hantiert wird.

Individualität bei der Lichtgestaltung
Auch wenn man einen Lichtplaner herbeizieht, ist es hilfreich, sich bereits im Vorfeld Gedanken über die individuellen Bedürfnisse der Lichtquellen zu machen. Denn Individualität wird auch bei der Lichtgestaltung gross geschrieben. «Diese kann man etwa durch den Einsatz von unterschiedlichen Farbenanteilen im Licht erreichen. Um ein bereicherndes Ergebnis zu erzielen, ist hier eine fachmännische Beratung das A und O», so der Experte. Denn der Einsatz von Farben kann schnell unerwünschte Effekte erzielen. Etwa dann, wenn das Licht farbige Schatten bei der Kleiderauswahl wirft oder das Essen fad aussehen lässt.

Trend LED
Laut Daams zeichnet sich technisch ein klarer Trend zu LED-Beleuchtung oder LED-Leuchtmittelersatz ab. Zu erwarten seien bald auch Energielabels für Leuchten und Reflektorenlampen. «Zudem können LED-Leuchten starke Effekte kreieren, was wiederum eine sehr individuelle Gestaltung zulässt.»