Wie ist es um den Immobilienmarkt im Kanton Zug bestellt?

Grundsätzlich müssen wir zwei verschiedene Marktsegmente unterschieden. Zum einen sind da die Wohnbauten. Hier besteht grundsätzlich nach wie vor eine intakte Nachfrage. Und zwar bei Kauf- und bei Miet-Objekten, zu marktüblichen Konditionen.

Zum anderen stellen wir derzeit bei den Gewerbe- und Büroflächen fest, dass die Angebotsseite spürbar liquider geworden ist. Kritisch sind hier vor allem Gebäude, die Qualitätsmängel aufweisen, wie zum Beispiel im Flächendesign, im Ausbau oder der Lage.

Objekte mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis und einer zum Beispiel energiebewussten Bauweise finden aber auch heute noch ihre Mieter oder Käufer.

Wie steht es um die Nachhaltigkeit in diesem Bereich?

Nachhaltigkeit im Immobiliengeschäft bekommt eine immer grössere Bedeutung. Dieses Prinzip war früher ein Scheinargument für die Hochglanzbroschüre. Heute will man echte Nachhaltigkeit, die man auch belegen kann.

In diesem Bereich ist auch die Mobilität ein wichtiger Faktor. Wenn ein Vermieter etwa seinen Mietern eine Ladestation für Elektroautos oder E-Bikes zur Verfügung stellt, ist ein erster Schritt beim Umdenken hin zur Nachhaltigkeit getan.

Wie sehen Sie die Zukunft des Immobilienmarktes Zug?

Der Kanton Zug hat mit seinen Standortqualitätsmerkmalen ein hohes Potential. Erst recht im interkantonalen Wettbewerb. Zug bietet attraktive steuerliche Rahmenbedingungen, eine hohe Verfügbarkeit an qualifizierten Arbeitsplätzen, optimale Anbindung an alle Verkehrswege und gleichzeitig ein sehr gefragtes und beliebtes Erholungsgebiet.

Hier wollen die Leute leben. Alles in allem ist der Immobilienmarkt Zug nach wie vor in einer soliden Verfassung und ich beurteile daher die Entwicklung als verhalten positiv.

 

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