Jonas Rosenmund
Installation der ­Fotovoltaikanlage Margelacker, ­Muttenz, Mitte­ ­Dezember 2009

Waren Sie überrascht, dass sie den Solarpreis gewonnen haben?
Ja, damit habe ich nicht gerechnet. Es gibt ja inzwischen einige Fotovoltaikprojekte in der Schweiz. Ich finde eigentlich, dass ich nichts Aussergewöhnliches geleistet habe. Das einzige Aussergewöhnliche daran ist mein Alter, und dass ich meine Ziele schon so hartnäckig verfolge.

Was bedeutet der Preis für Sie?
Es ist eine grosse Anerkennung für die Arbeit, die ich geleistet habe. Ausserdem hilft es mir auch, nach der Schule in diesem Bereich weiter Fuss zu fassen. Es ist eine gute Referenz. Anderseits ist es schade, dass es heute noch solche Preise braucht. Wenn es schon ganz normal wäre, Fotovoltaikanlagen zu bauen, müssten dafür auch keine Preise mehr verliehen werden.

Für welches Projekt haben Sie den Solarpreis gewonnen?
Ich habe zwei verschiedene Solarprojekte realisiert. Das erste Projekt begann ich als Abschlussarbeit an der Rudolf-Steiner-Schule. Ende 2009 habe ich in Muttenz eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach eines Primarschulhauses gebaut. Die installierte Anlage hat eine Grösse von 150 Quadratmetern und eine Leistung von knapp 21 Kilowattpeak (kWp). Das zweite Projekt habe ich letztes Jahr verwirklicht. Auf dem neuen Werkhof in Arlesheim haben wir eine 600 Quadratmeter grosse Anlage mit einer Leistung von 35 kWp installiert. Die beiden Anlagen produzieren Strom für etwa 14 Haushalte.

Wie sind Sie zur Solarenergie gekommen?
Das hat schon im Alter von 8 Jahren mit Experimentierkästen angefangen. In der 10. Klasse habe ich dann bei einem Solarunternehmen ein Praktikum absolviert. Ausserdem habe ich immer wieder bei Ferienjobs bei Solarunternehmen gearbeitet und war bei Jugendsolar von Greenpeace aktiv. So wurde dann auch das Netzwerk immer grösser. Diese Fachleute standen mir bei Fragen jederzeit zur Verfügung.

Was planen Sie für die ­Zukunft?
Bis Mitte Dezember bin ich immer noch im Gymnasium und konzentriere mich ganz auf die Schule. Trotzdem habe ich schon wieder einige Anfragen bekommen. Ich werde nach der Schule sicherlich in dem Bereich arbeiten. Ab Mitte Januar werde ich zudem bei Jugendsolar Zivildienst leisten. Daneben bin ich an einer Firmengründung beteiligt. Diese Firma soll in Zukunft Solaranlagen planen, b