Noch ist Solarstrom teurer als konventionell gewonnener Haushaltstrom. Doch die Preise für die Herstellung von Solarzellen und -modulen sinken weiter. Bereits in naher Zukunft könnte sich das Blatt wenden und der auf dem Dach erzeugte Solarstrom wird gleich viel kosten wie der eingekaufte Haushaltsstrom. Fachleute bezeichnen diese Situation als «Netzparität.» Dann wäre eine Selbstversorgung durch Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage endlich auch wirtschaftlich die sinnvollere Alternative. Doch das stellt uns auch vor neue technische Herausforderungen:
Denn Photovoltaikanlagen können nur am Tage, ganz besonders gut am Mittag, Strom produzieren. Doch was machen wir am Abend und in der Nacht? Es ist daher nahe liegend, den am Mittag oft überschüssigen Strom möglichst effizient zu speichern, statt ihn wie bisher üblich gegen Bezahlung ins Netz einzuspeisen.

Lithium-Batterien speichern den Solarstrom für die Nacht.
Wissenschaft und Forschungsabteilungen der Industrie prüfen und bewerten derzeit die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der verfügbaren Speichersysteme. Eine ganz entscheidende Frage lautet: Welche technischen Anforderungen müssen vorliegen, um den Strombedarf für ein Einfamilienhaus rund um die Uhr zu garantieren? Aktuell setzen die meisten Anbieter auf ein System aus Lithium-Batterien, die vor allem durch ihre lange Lebensdauer und einen höheren Wirkungsgrad überzeugen. Mit ihnen kann eine nutzbare Kapazität von 5 Kilowattstunden erreicht werden. Bei Tests wurde so ein möglicher Eigenverbrauch von 70 Prozent des produzierten Stromes gemessen. Zum Vergleich: Auf ein Jahr gesehen können derzeit 67 Prozent des gesamten Stromverbrauchs durch Solarstrom erreicht werden. Ohne Speicher sind es nur rund 28 Prozent im Jahr.
Die Speicherung von

Solarstrom schafft mehr Unabhängigkeit
Noch sind die auf dem Markt verfügbaren und getesteten Speicher recht teuer. Somit ist der Einbau des Systems rein finanziell noch nicht lohnend. Die Anschaffung eines Speichers kann dennoch sinnvoll sein, da sich die Unabhängigkeit vom Strommarkt erheblich verbessert. Experten rechnen mit einer Netzparität zum Haushaltsstrom bereits ab dem Jahre 2015. Dann, so die Schätzung, kostet der produzierte Solarstrom rund 23 Rappen und ist gleich teuer wie die gestiegenen Strompreise. Bis dahin werden weitere Techniken die Möglichkeiten des Eigenverbrauchs sicher noch weiter erhöhen. Stellt die Eigenversorgung durch eine Photovolatikanlage jedes konventionelle Stromangbot in den Schatten.