Im Zentrum der Minergie steht der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser durch eine hochwertige Bauhülle und eine systematische Lufterneuerung. Der spezifische Energieverbrauch gilt dabei als Leitwert, um die geforderte Bauqualität zu quantifizieren. Dadurch ist eine zuverlässige Bewertung möglich. Relevant ist nur die zugeführte Endenergie.
 

Zahlreiche Anbieter

Der Baustandard Minergie geniesst heute eine breite Akzeptanz. In der Baubranche hat sich unterdessen ein vielfältiges Angebot an Dienstleistungen und Produkten entwickelt. Zu den Anbietern zählen Architekten und Planer, Hersteller von Materialien, Bauteilen und Systemen. Die Breite des Marktes trägt entscheidend zur Förderung der Qualität bei. Der Minergie-Standard ermöglicht den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität, Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und Senkung der Umweltbelastung.
 

Gebäude als integrales System

Zum Standard zählen unter anderem Primäranforderungen an die Gebäudehülle, ein ganzjährig kontrollierbarer Luftwechsel, der Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer sowie Zusatzanforderungen je nach Gebäudekategorie. Bei Minergie wird das Ziel als Grenzwert im Energieverbrauch definiert. Wichtig ist dabei, dass das ganze Gebäude als integrales System betrachtet wird.
 

Zertifizierung unerlässlich

Minergiebauten müssen zertifiziert werden. Über die entsprechende Plattform reicht man seinen Minergie-, Minergie-P- und Minergie-A-Antrag ein und erhält damit den Zugang zum Minergie-Eco-Online-Nachweisinstrument. Vom Minergie-Standard profitieren heute nicht nur Einzelhaushalte, sondern auch Unternehmen unterschiedlicher Grösse. Eco beinhaltet einerseits ein gesundheitlich optimiertes Innenraumklima sowie eine ressourcenschonende Rohstoffgewinnung. Dazu gibt es verschiedene Kriterien, die erfüllt sein müssen, sowie Ausschlusskriterien, welche die Zertifizierung verunmöglichen.