Die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) bietet einen Studiengang zu erneuerbaren Energien und Umwelttechnik an. Weshalb dieser interessante Perspektiven bietet, erklärt der Leiter des dortigen Instituts für Energietechnik, Prof. Dr. Markus Friedl.

Weshalb belegt jemand diesen Studiengang?

Die Motivation ist die Energiediskussion. Die Energieversorgung und Energietechnik werden sich in Richtung erneuerbare Energien verändern, genauso die Umwelttechnik, wo die negativen Folgen der Ressourcenverschwendung immer deutlicher werden. Bei beiden Themen geht es um Kreisläufe, Systembetrachtungen und Energie- oder Stoffflüsse, die man schliessen muss.

Wie ist dieses Studium aufgebaut?

Das Grundstudium dauert drei Jahre. Nach Grundlagenfächern wird es immer spezifischer, im dritten Jahr kann man eigene Schwerpunkte setzen und Vertiefungsmodule belegen. Mit einem flexiblen Arbeitgeber und guter Organisation kann man dieses Vollzeitstudium auch berufsbegleitend absolvieren. Mit dem Abschluss erhalten die Absolventen den vom Bund anerkannten Titel Bachelor in Science FHO in Energie und Umwelttechnik.

Wie hoch ist der Praxisbezug?

Die Erfahrungen aus den Projekten der Institute mit der Industrie geben wertvollen Input für die Lehre. Studierende können im Studium auch selber an Projekten für Firmen mitarbeiten. Wir verfügen über spannende Versuche für Praktika, über Recyclinganlagen im Labor und über ein Hochspannungslabor. Wir haben die weltweit erste Anlage, die aus Sonne, Luft und Wasser Treibstoff für Autos herstellt und so den CO2-Kreislauf schliesst.

Welche Wege gehen die Absolventen nach dem Studium?

Sie kennen sich im ganzen Energie- und Umweltbereich aus. Die möglichen Berufswege sind deshalb sehr vielfältig: Im Energiebereich gibt es heute in der Gebäudetechnik einen grossen Bedarf an Fachkräften, aber auch in der Prozessindustrie, bei Energieversorgern und in Grosskonzernen. Die Umwelttechnik benötigt dringend kompetente Mitarbeitende im Bereich der Abwasserreinigung, der Luftreinhaltung, des Recyclings und bei Kehrichtverbrennungsanlagen. Ob als Planer oder Umsetzer, die EEU-Absolventen und -Absolventinnen finden spannende Stellen in der Berufswelt.