Kurz vor Mittag erscheint Naomi am vereinbarten Treffpunkt. Ein aufgewecktes Mädchen mit einem wachen, interessierten Blick. «Ich komme eben aus
einer Architekturvorlesung. Es war mega spannend, auch wenn ich nicht alles verstanden habe», sagt sie und lacht.

Naomi erzählt uns, dass ihr Vater auch Architekt ist und sie ihm manchmal bei seiner Arbeit über die Schultern schaut.  Was uns brennend interessiert: Wie gefällt ihr das Arch_Tec_Lab? «Ich finde es sehr cool! Als ich den Raum hier zum ersten Mal betreten habe, habe ich mich so klein gefühlt.»

« Es ist schon toll, ein Haus nach den eigenen Vorstellungen zu planen und am Schluss das fertige Objekt zu sehen»

Tatsächlich überkam auch mich dieses Gefühl, als wir zum ersten Mal in den riesigen Raum mit der hohen Decke und den vielen Glasfronten kamen. Das wellenförmige Dach aus Holz gibt dem Raum wiederum Wärme. «Das Dach ist mir auch sofort aufgefallen. Die Form gefällt mir und dass es aus Holz ist », sagt Naomi. Und was weiss sie über dessen Entstehung?

«Es wurde von Robotern gefertigt!» Stichwort Roboter: Wie findet sie die Vorstellung, dass Häuser eines Tages komplett von Robotern gebaut werden? «Ich finde es einerseits eine sehr spannende, andererseits aber auch eine komische Vorstellung. Irgendwie unrealistisch, dass ein Roboter etwas bauen kann, das normalerweise von Menschen gefertigt wird.

« Es sollte aus ganz viel Glas bestehen und einen einzigen, grossen Raum haben, der durch Schiebetüren abgetrennt ist!  »

Wenn ich heute entscheiden dürfte, würde ich lieber in einem Haus leben, das von Menschen gebaut wurde.» Naomi berichtet uns, dass das Haus, in dem sie lebt, von ihrem Papa entworfen wurde. «Es ist schon toll, ein Haus nach den eigenen Vorstellungen zu planen und am Schluss das fertige Objekt zu sehen. Man hat einen ganz anderen Bezug dazu.»

Dann könnte sie sich vorstellen, eines Tages selbst Architektin zu werden? Nach kurzem Überlegen meint sie, dass sie sich um ihren Berufswunsch noch keine Gedanken macht. «Als nächsten Schritt muss ich jetzt erst einmal die Gymiprüfung bestehen.»

Und wie stellt sie sich ihr Traumhaus vor? «Es sollte aus ganz viel Glas bestehen und einen einzigen, grossen Raum haben, der durch Schiebetüren abgetrennt ist ! » Zum Schluss: Was würde Naomi am Arch_Tec_Lab ändern?

«Ich würde noch mehr Glas einsetzen», sagt sie bestimmt. Der Mittag ist um und für Naomi wartet die nächste Vorlesung. Zum Abschied sagt sie: «Im Arch_Tec_Lab
zu arbeiten, muss schon cool sein.»