«Mit der Gebäudeautomation werden primär die verschiedenen Anlagen zur Heizung, Kühlung und Lüftung des Betriebs gesteuert», sagt Reto Galbier, Projektleiter von Cofely. Das Unternehmen entwickelt und realisiert energieeffiziente und umweltfreundliche Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und Anlagen. In modernen Gebäuden sind heute eine grosse Anzahl technischer Systeme und Anlagen installiert. Das geht bis zur Steuerung des Lichts, zur Fensteröffnung und Zutrittskontrolle. Die Gebäudeautomation überwacht, regelt und optimiert dabei die unterschiedlichen Funktionen im Gebäude. «Damit das funktioniert, sind die verschiedenen eingesetzten Sensoren und Steuerungsantriebe miteinander vernetzt», erklärt Galbier. Über das Internet können von jedem beliebigen Standort die gewünschten Funktionsabläufe kontrolliert und die Bedienung der technischen Anlagen im Gebäude vereinfacht werden.

Intelligente Steuerung
«Wir haben die Gebäudeautomation nicht nur geplant, programmiert und die Komponenten montiert, sondern das gesamte System auch in Betrieb genommen. Dazu gehörten unter anderem Simulationen und integrale Tests, um sicherzustellen, dass das Zusammenspiel innerhalb des komplexen Systems funktioniert», betont Galbier. Spannend für die Besucher der Umwelt Arena ist, dass praktisch alle Systeme, mit denen energieeffizient und umweltschonend Wärme oder Kälte erzeugt werden kann, ausgestellt sind. Die Besucher erfahren dadurch, wie mit einer intelligenten Gebäudeautomation sämtliche Anlagen möglichst rationell und vor allem energieeffizient gesteuert werden.

Verschiedene Ziele realisiert
So sorgt die Gebäudeautomation in der Umwelt Arena für ein gutes Raumklima. Sie gewährleistet zudem einen tiefen Energieverbrauch. Wenn die Fenster geöffnet sind, wird nicht geheizt, wenn Räume nicht genutzt werden, senkt sich die Temperatur automatisch ab. Gleichzeitig werden die vorhandene Energie von der Sonne, des Grundwassers oder Erdwärme genutzt. Daraus resultieren tiefere Energiekosten, ein CO2-neutraler Betrieb und eine hohe Betriebssicherheit: Störungen und Fehler im System werden umgehend gemeldet und können dadurch rasch behoben werden. «Eine intelligente Gebäudeautomation legt die Basis für eine kontinuierliche Optimierung des Betriebs und eine weitere Senkung des Energieverbrauchs», fasst Reto Galbier zusammen. Ein Potenzial, das heute vielfach noch zu wenig genutzt werde. «Die Vernetzung der verschiedenen Systeme im Gebäude wird deshalb weiter zunehmen», sagt Galbier. Zudem würden künftige Gebäude auch über intelligente Netze mit anderen Gebäuden und unterschiedlichen Energieerzeugern vernetzt. Smart Grid lautet das entscheidende Stichwort, also ein intelligentes Stromnetz. «Das Gebäude der Zukunft wird damit selber zum Energieproduzenten», so Galbier. Die Umwelt Arena gilt bereits heute als Referenzprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Als weltweit eine der ersten Grossbaustellen kann das zukunftweisende Projekt einen CO2-neutralen Bau­stellenbetrieb für sich in Anspruch ­nehmen.