Wer eine Immobilie erwirbt, tut gut daran, einige wichtige Aspekte im Auge zu behalten. Wenn Einlagen in einen Erneuerungsfonds geschuldet sind, müssen diese Kosten budgetiert werden. Fehlt ein solcher Fonds gerade bei älteren Liegenschaften beziehungsweise ist er schlecht dotiert, ist das ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, da hier rasch höhere Unterhaltskosten anfallen. Die Selbstverantwortung für Nebenkosten in den eigenen Räumlichkeiten bei Stockwerkeigentum ist zwar sinnvoll. Allerdings führt ein sparsamer Umgang mit Energie und Wasser häufig nur zu einem reduzierten Gesamtverbrauch. Sind keine Zähler installiert, wird der Verbrauch auf die Parteien verteilt, ohne dass der individuelle Verbrauch eine Rolle spielt. Selbst im Falle der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung werden die Grundkosten in der Regel gemäss Wertquoten verteilt. Häufig unterschätzt werden Steuern und Abgaben, die vom Eigentümer allein getragen werden müssen. Insbesondere der Eigenmietwert. Nicht zu vergessen sind auch zahlreiche Gebühren für Haus und Grund sowie die Kosten für den laufenden Unterhalt.

Professionelle Schätzung
Für den Entscheid Mieten oder Kaufen spielen die günstigen Zinskonditionen eine wichtige Rolle. Sie sind jedoch nicht die einzige Entscheidungsgrundlage. Wichtig ist, dass nicht nur die aktuellen, sondern auch die zukünftigen Zinskosten sowie der Aufwand für Unterhalt und Amortisation im Auge behalten werden. Liegt das Kaufobjekt peripher, müssen auch die Pendel- und Zeitkosten miteinberechnet werden. Vielerorts haben sich die Preise für Eigentumswohnungen in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Manche Eigentumswohnung wird aufgrund der günstigen Zinskonditionen derzeit überbezahlt. Eine professionelle Schätzung des Liegenschaftswerts ist deshalb dringend zu empfehlen.