Wer bauen will, braucht Baustoffe. Ohne Zement, Beton, Mörtel oder Kies gäbe es nicht manches Gebäude. Das zeigt sich auch in der Produktion dieser Baustoffe: Mit einer jährlichen Weltproduktion von 2,8 Milliarden Tonnen ist Zement der meistverwendete Werkstoff überhaupt.

Lange Geschichte

Diese Materialien nahmen bereits vor 10 000 Jahren ihre Rollen ein, zum Beispiel dauerhafter Kalkmörtel als Bindemittel in der Türkei oder gebrannter Kalk, den die Ägypter beim Bau der Pyramiden verwendeten. Etwas mehr als 200 Jahre vor Christus wurde in Karthago und in Kampanien eine Betonmischung aus Zement und Ziegelsplittern entwickelt.

Die Römer machten daraus das Opus caementitium, aus dessen Namen das Wort Zement abgeleitet ist. Dieser Baustoff war sehr druckfest und wurde deshalb zum Bau von Wasserleitungen und Hafenmolen gebraucht, aber auch Fundamente und Bauwerke wie das Kolosseum und das Pantheon wurden unter Verwendung dieser betonartigen Mauerwerke gebaut – das Pantheon steht heute noch, das Kolosseum zu grossen Teilen ebenso.

Bis zum modernen Betonbau gab es etliche weitere Schritte, aber die Grundlagen zu diesen Baustoffen waren bereits sehr früh gelegt und die Menschen erkannten deren Vorteile und Nutzen nicht erst vor Jahrhunderten, sondern schon vor Jahrtausenden.

Aus brachial wird digital

Wenn wir heute an solche Baustoffe denken, sehen wir intuitiv Kies- oder Zementwerke vor uns, mächtige Maschinen und jede Menge Lastwagen. Wir denken an brachiale Arbeit. Aber auch davor macht die Digitalisierung nicht mehr Halt. Die jahrhundertealte Baustoff-Branche muss mit dem digitalen Wandel genauso Schritt halten wie andere Branchen auch.

Die jahrhunderte-alte Baustoff-Branche muss mit dem digitalen Wandel genauso Schritt halten wie andere Branchen auch

Die digitale Transformation ersetzt zwar keine Zementwerke oder Lastwagen, aber sie schafft beispielsweise neue Kundenplattformen, die Informationen auf intelligente Art und Weise bereitstellen – für jede Kundengruppe individuell passend aufbereitet.

Ist eine solche Plattform auf Basis einer Suchmaschine aufgebaut, kann der Nutzer nach Stichworten suchen und erhält dann Inhalte aus verschiedenen Bereichen. Wer nach Sichtbeton, Zement, Kies oder Ähnlichem sucht, findet Informationen, Praxistipps, Expertenwissen und Fachliteratur.

Er findet Referenzobjekte, die ihm Beispiele, Hintergrundinformationen und Produktangaben liefern. Er findet Produkte und passende Shops, inklusive praktischer Berechnungstools für den Alltag, kostenlos und rund um die Uhr. Eine clevere Kundenplattform dient also quasi als Google für Baustoffe.

Vorteile für Gross und Klein

Das ist einerseits für KMU interessant, die so verschiedenste Hilfestellungen finden, um die Wahl des richtigen Produkts zu vereinfachen. Gartenbauer beispielsweise erhalten bei Projekten wie dem Anlegen einer Terrasse ganz konkrete Produktvorschläge und finden Tipps für die Umsetzung.

Grosskunden wiederum erhalten über digitale Shop-Lösungen die Möglichkeit, bereits verhandelte Bestellungen in kleineren Teilmengen für die Baustelle abzurufen – effizient und einfach. Während der Planungsphase liefern solche Informationen jede Menge Inspiration und Architekten und Planer finden CAD-BIM-Texturen, die erste Schritte zur Visualisierung und zur effizienten Planung ermöglichen.

Dazu liefert das Google für Baustoffe aber auch konkrete Kaufmöglichkeiten und bietet Unterstützung selbst auf der Baustelle, zum Beispiel indem man in einer digitalen Community Fragen und Antworten austauschen kann. Hinzu kommen die vielen digitalen Möglichkeiten zur individuellen Weiterbildung.

Nutzer können zeitlich flexibel und fachtechnisch ausgerichtet ihr Wissen trainieren, es über E-Learning-Tools testen und erweitern und schliesslich sogar Online-Assessments und Tests absolvieren und nötige oder nützliche Zertifikate erwerben.

Bauen werden sie weiterhin mit den gewohnten Baustoffen. Wo, wann und wie mit ihnen gebaut wird, dazu hat die digitale Welt aber jede Menge Neues beizutragen.