Walter Schmid, worin genau besteht denn die Umwelt Arena und was bezwecken Sie damit?
Die Umwelt Arena ist eine Ausstellungsplattform für Nahchhaltigkeitsthemen in den Bereichen Natur und Leben, Energie und Mobilität, Bauen und Modernisieren und Erneuerbare Energie. Darüber hinaus ist sie eine Dialog- und Diskussionsplattform für solche Themen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Eventveranstaltern bieten wir Räumlichkeiten für alle Bedürfnisse inklusive nachhaltiger Gastronomie. Alle Veranstaltungen sollen CO2-neutral durchgeführt werden könnten.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen?
Ich beschäftige mich seit über 30 Jahren mit umweltrelevanten Themen. Die Umwelt Arena soll deshalb zu einem Ort des Wissens, des Lernens und des Erfahrungsaustausches werden, der zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur anregt. Es ist wichtig, dass die oft hochkomplexen, abstrakten Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vereinfacht dargestellt werden. Ich bin überzeugt, dass die Konsumenten mehr ressourcenschonende Produkte kaufen würden, wenn sie deren Vorteile aktiv erleben können.

Sie verfolgen also ganz konkrete Ziele?
Auf jeden Fall. Die Umwelt Arena will zum Handeln anregen. Deshalb soll jeder Einzelne unter dem Strich einen Vorteil für sich selbst erkennen. Dazu bringt die Umwelt Arena innovative Firmen zusammen, die überzeugt sind, dass der schonende Umgang mit unseren Ressourcen nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern auch ökonomische Chancen eröffnet und unsere Lebensqualität und unseren Wohlstand für die Zukunft sichert.

Wie wollen Sie das konkret bewerkstelligen?
In der Umwelt Arena erlebt der Besucher, wie er sein Leben ressourcenschonend gestalten kann, ohne dass er sich einschränken oder gar verzichten muss. Er erfährt zum Beispiel, wie eine Wärmepumpe funktioniert und weshalb man seinen 10 Jahre alten Kühlschrank durch ein Gerät mit Energieeffizienz-Auszeichnung ersetzen sollte, auch wenn der alte Kühlschrank noch einwandfrei funktioniert. Oder was in den Einkaufswagen  kommt, wenn er bewusst einkaufen möchte. Wie viel Holz wächst in der Schweiz in einer Sekunde nach? Ist Beton ein nachhaltiger Baustoff? Was versteht man unter Urban Mining und Urban Farming, Smart Metering und Smart Grid oder unter CO2-neutral? Was ist Effizienz, und wie kann man diese messen? Wie oft müsste man eine Rutschbahn hinunterrutschen, um mit der dadurch erzeugten Energie sein Handy aufladen zu können? Mit welchem Auto fährt es sich möglichst wenn ich umweltbewusst? Auf solche Fragen erhalten die Besucher eine Erklärung.

Sie versprechen erlebnis­orientierte Ausstellungen. Was muss ich mir darunter konkret vorstellen?
Durch Erleben, Begreifen und Vergleichen der komplexen Fragestellungen werden dem Laien die Zusammenhänge von
umweltschonenden Produkten und deren Technik verständlich gemacht. So wird zum Beispiel die Gebäudetechnik der Umwelt Arena, die den CO2-neutralen Betrieb ermöglicht, dem Besucher zugänglich gemacht. So wird das Thema Nachhaltigkeit unter einem Dach physisch erlebbar. Nach dem Besuch soll er sich sicherer fühlen beim Kaufentscheid für ein nachhaltiges Produkt oder eine Dienstleistung. Damit kann erreicht werden, dass sich die Konsumenten vermehrt an Nachhaltigkeit und Ökologie orientieren.

Die Umwelt Arena soll auch ein idealer Veranstaltungsort sein. Was schwebt Ihnen diesbezüglich vor?
Sie soll eine Plattform sein für Seminare, Messen, Bankette, Kongresse und Events. Zudem eine Möglichkeit für Veranstaltungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Ökologie. Das Gebäude mit seiner spektakulären Architektur und dem flexiblen Raumkonzept eignet sich auch als exklusiver Ort für sportliche Anlässe. Mit ihren sieben Sitzungszimmern deckt die Umwelt Arena ausserdem die Bedürfnisse nach kleineren Meetings und mit ihren bis zu 4000 Stehplätzen  grosse Events ab. Der Aufwand für Eventveranstalter kann minimiert werden, denn das Rahmenprogramm ist bereits vor Ort vorhanden.

Wie finanzieren Sie das ganze Projekt?
Hier sind wir in erster Linie auf Sponsoringbeiträge unserer Hauptpartner, auf die Mieteinnahmen der Ausstellungspartner, auf die Einnahmen aus den Besuchertickets und den Verkauf von Eventfläche angewiesen.