Wenn anschliessend Personen beispielsweise ein Sitzungszimmer
betreten, bewirkt die Gebäudeautomation, dass ein Volumenstromregler geöffnet wird, der einen leichten Luftwechsel auslöst. «Die grössten Potenziale der Automation liegen eindeutig bei der bedarfsgerechten Lüftung der Räume, der so genannten Einzelraumregulierung», erläutert Urs Achermann, Präsident des Schweizerischen Vereins von Gebäudetechnik-Ingenieuren (SWKI). Zurzeit wird der grösste Teil der Lüftungen noch nach einem fixen Zeitprogramm ein- und ausgeschaltet – unabhängig davon, ob die betreffenden Räume zu diesem Zeitpunkt belegt sind oder nicht. Lüftungsanlagen, die nach neueren Standards gebaut wurden, laufen nur dann an, wenn sie benötigt werden, das heisst wenn die Räume belegt sind. Bei nichtbelegung des Raums schaltet sich die Anlage automatisch ab und es findet nur ab und zu eine kurze Spülung der Raumluft statt, damit die Luft beim Betreten nicht als abgestanden empfunden wird.

Dank Automation effizienter lüften
Gerade bei Schulhäusern sei die Qualität der Raumluft vielfach ungenügend, sagt Achermann. Bei Bürogebäuden, die in den letzten drei bis fünf Jahren erstellt wurden, präsentiere sich die Situation besser. «Hier kann man sagen, dass dank Energieeffizienz das Raumklima angenehm bis sehr gut ist.» Bei älteren Gebäuden sei das Raumklima indes oft mangelhaft bis schlecht. «Schlecht belüftete Räume zeigen bereits nach kurzer Nutzungsdauer einen sehr starken Anstieg der CO2-Konzentration», betont Achermann. Mit zunehmender Konzentration sinke die Leistungsfähigkeit der Personen, die sich im Raum befinden. Dies führe insbesondere in Schulhäusern zu teils massiven Problemen. Dank einer intelligenten Gebäudeautomation, die für eine gute und ausreichende Belüftung sorgt, könnten solche Probleme nachhaltig gelöst werden.