«Die Arbeitgeber sind verpflichtet, gesunde und sichere Arbeitsplätze zu schaffen», sagt Hermann Büchi, Berater bei Arbeitssicherheit Schweiz. Die Basis dazu bilden das Arbeits- (ArG), das Unfallversicherungsgesetz (UVG) sowie die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV). Die jeweiligen ­Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen erarbeiteten die brachenspezifische Lösung. Diejenige des Bauhauptgewerbes nennt sich «sicuro». Zentral ist das Top-System: Es bietet die technischen, organisatorischen und personellen Grundlagen. Thematisiert werden beispielsweise Information der Mitarbeitenden, Absturzsicherung oder Schutzbekleidung.

Am Ball bleiben
«Ein Unfall kostet das Unternehmen mehr als die Prävention», erklärt Hermann Büchi. Denn zum finanziellen Aufwand kommt das menschliche Leid. Zusätzlich entstehen Umtriebe mit Justiz und Versicherungen. Zudem führt es zu einem Image- und Reputationsschaden. Investieren in eine Lösung, Schaffen einer Sicherheitskultur und Sensibilisieren des Personals lohnt sich deshalb. Genauso ­hilfreich ist die betriebliche Gesundheitsvorsorge: Diese unterstützt die Motivation, die Gesundheit und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden positiv, dadurch reduzieren sich die Absenzen.

Täglicher Schutz
Sind bei der Arbeit Lärm oder Feinstaub im Spiel – brauchen die Atemwege und das Gehör besonderen Schutz. Stäube gefährden die Gesundheit und können Berufskrankheiten auslösen. Lässt sich die Staubentwicklung nicht vermindern, kommen Atemmasken zum Einsatz. Dafür soll en die passende Maske und der richtige Filter gewählt werden. Bei überdurchschnittlicher Lärmbelastung gilt es, den optimalen Gehörschutz zu finden. Er muss sich für die Tätigkeit eignen, angenehm zu tragen sein und den Lärm dämmen.